Gleichstellungsbeauftragte Rose-Möhring sollte sich reeller Probleme annehmen

Der Generalsekretär der CDU Saar, Markus Uhl MdB, kritisiert den Vorschlag der Gleichstellungsbeauftragten des BMFSFJ, Kristin Rose-Möhring, die deutsche Nationalhymne geschlechtsneutral umzuformulieren.

Markus Uhl: „Der Vorschlag, unsere deutsche Nationalhymne künftig in eine geschlechtsneutrale Formulierung zu bringen, empfinde ich als blanken Unfug.  Es gibt keinen Grund, den Begriff „Vaterland“ durch „Heimatland“ zu ersetzen und den Passus „brüderlich mit Herz und Hand“ in „couragiert mit Herz und Hand“ zu ändern. Offenbar empfindet die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums, Kristin Rose-Möhring, den Text als zu maskulin. Dennoch glaube ich, dass die Beamtin, die zugleich auch Sprecherin der 25 Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden ist, sicher noch eine ganze Reihe anderer Problemstellungen auf dem Zettel haben müsste, als ausgerechnet die Änderung unserer Nationalhymne.

Aus meiner Sicht sollte eine Gleichstellungsbeauftragte dafür sorgen, Missstände anzusprechen und vor allem abzubauen, von denen Frauen und Mädchen ganz unmittelbar und leider immer noch tagtäglich betroffen sind. Dazu gehört zum Beispiel die „Gender Pay Gap“, also die immer noch unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern: Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt derzeit noch 21 Prozent weniger als Männer und haben nicht selten auch deutlich schlechtere Karrierechancen. Vielleicht sollte sich Frau Rose-Möhring vielmehr diesem akuten, gesellschaftlichen Problem annehmen. Die Änderung der Nationalhymne hilft dabei meiner Ansicht nach kein Stück weiter.“


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